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WM 2026 Überraschungsteams — Marokko, Japan, Senegal, Mexiko und USA als heimliche Favoriten (T-5)

Wer wird der nächste Marokko? Die Underdogs der WM 2026 im Profil: Atlas-Löwen mit FIFA-Rang 8 und Halbfinale-Erinnerung, Japan in Topform, Senegal mit Mané, Mexiko als Gastgeber im Aztekenstadion und die USA mit Heimvorteil. Plus: Wer sind die echten Sleeper-Teams 2026?

Fünf Tage bis zum Anpfiff in Mexiko-Stadt. Die Favoriten sind klar: Frankreich, Argentinien, Brasilien, Spanien, Deutschland — wir haben sie vor drei Tagen analysiert. Aber WMs werden nicht nur von den Top-5 entschieden. 2022 stand Marokko im Halbfinale, 2018 räumte Kroatien bis ins Endspiel, 2014 stürmte Costa Rica unerwartet ins Viertelfinale. Welche Teams haben 2026 das Zeug zum Sommermärchen? Hier die fünf, die du im Blick behalten solltest.

1. 🇲🇦 Marokko — kein Underdog mehr, aber immer noch unterschätzt

Anfang Juni 2026 steht Marokko auf FIFA-Rang 8 — höher als jemals zuvor in der Geschichte des Verbandes. Das ist keine Überraschungsmannschaft mehr im klassischen Sinn: Die Atlas-Löwen erreichten bei der WM 2022 in Katar das Halbfinale (Vierter), schlugen dabei Belgien, Spanien und Portugal — als erstes afrikanisches und arabisches Team überhaupt. Im Viertelfinale stoppte erst Frankreich den Lauf.

Was 2026 anders ist:

  • Kapitän Achraf Hakimi (PSG) hat soeben den Champions-League-Pokal verteidigt und ist sportlich in Topform.
  • Trainer Mohamed Ouahbi (übernahm 2025 von Walid Regragui) baut auf das gleiche kompakte Defensiv-System, das schon 2022 unverwüstlich war.
  • Die marokkanische Talentförderung hat sich nach dem Halbfinal-Lauf verdoppelt — junge Talente wie Ilias Akhomach, Brahim Diaz und Bilal El Khannouss stehen für den nächsten Sprung.

Wo Marokko stehen kann: Viertelfinale ist Pflicht, Halbfinale wäre Bestätigung, Finale wäre das Sommermärchen 2026.

2. 🇯🇵 Japan — Asiens technischer Champion auf Topform

Japan ist auf FIFA-Rang 18 (höchster asiatischer Wert nach Iran 16), trainiert seit 2018 von Hajime Moriyasu, geführt von Kapitän Wataru Endo (Liverpool). Die Samurai Blue hatten in der Asien-Qualifikation eine perfekte Bilanz, gewannen alle Vorrunden- und Hauptrunden-Spiele.

Warum gerade jetzt:

  • Bei der WM 2022 in Katar schlug Japan in der Vorrunde Deutschland (2:1) und Spanien (2:1) — beides Klassenunterschiede, die zeigten dass die Mannschaft auf der ganz großen Bühne nicht einknickt.
  • Im Achtelfinale 2022 nur knapp am Elfmeterschießen gegen Kroatien gescheitert.
  • Die Generation Endo–Mitoma–Kubo–Doan steht jetzt auf dem absoluten Karriere-Peak.

Wo Japan stehen kann: Achtelfinale ist Mindestziel, Viertelfinale wäre der historische Sprung — Japan stand noch nie unter den letzten Acht.

3. 🇸🇳 Senegal — Afrikas Topteam mit Mané als Galionsfigur

Senegal auf FIFA-Rang 14, trainiert von Pape Thiaw (übernahm 2024 von Aliou Cissé), Kapitän Kalidou Koulibaly, Top-Scorer aller Zeiten Sadio Mané (55 Länderspieltore). Die Löwen sind 2022 Afrika-Cup-Sieger geworden (Finalsieg gegen Ägypten im Elfmeterschießen) und gehörten auch beim Africa Cup of Nations 2024 zu den Halbfinalisten.

Was Senegal gefährlich macht:

  • Eine der besten afrikanischen Generationen aller Zeiten: Mané, Koulibaly, Édouard Mendy, Ismaïla Sarr, Pape Matar Sarr.
  • Bei der WM 2022 nur im Achtelfinale am späteren Halbfinalisten England gescheitert — und das ohne den verletzten Mané.
  • Diesmal: Mané fit. Das verändert alles.

Wo Senegal stehen kann: Achtelfinale sicher, Viertelfinale realistisch, Halbfinale wenn die Auslosung passt.

4. 🇲🇽 Mexiko — Gastgeber mit dem Aztekenstadion im Rücken

Mexiko (FIFA-Rang 15) ist eines von drei Gastgeberländern und bestreitet mit Mexiko-Stadt den symbolträchtigsten Spielort — das Aztekenstadion, das einzige Stadion der Welt, in dem zwei WM-Finals (1970 + 1986) ausgetragen wurden. Trainer ist seit 2024 Javier Aguirre (in dritter Amtszeit, schon 2002 und 2010 Auswahl-Coach), Kapitän ist Edson Álvarez (West Ham).

Was für Mexiko spricht:

  • Heimvorteil im Aztekenstadion — Eröffnungsspiel direkt vor 87.000 mexikanischen Fans am 11. Juni gegen Außenseiter.
  • Die Höhe von Mexiko-Stadt (2.240 m) ist für viele Europäer und Südamerikaner eine zusätzliche Hürde.
  • Aguirre ist erfahrener WM-Trainer — wenn jemand das Maximum aus Mexiko herausholen kann, dann er.

Aber: Mexikos WM-Bilanz seit 1994 ist berüchtigt. Acht WM-Teilnahmen, acht Mal im Achtelfinale gescheitert. Der „Fluch der zweiten Runde” hängt schwer über der Generación. 2026 mit Heimvorteil ist die letzte Chance, ihn endlich zu brechen.

Wo Mexiko stehen kann: Viertelfinale wäre die historische Befreiung. Alles darüber wäre das eigentliche Sommermärchen.

5. 🇺🇸 USA — die ewigen Aufsteiger mit Heimvorteil

Co-Gastgeber USA wird selten als Favoritenkandidat gehandelt, aber unter Trainer Mauricio Pochettino (übernahm Ende 2024) und mit Kapitän Tim Ream sowie der goldenen Generation um Christian Pulisic (AC Milan), Weston McKennie (Juventus), Tyler Adams (Leeds), Antonee Robinson (Fulham) und Gio Reyna (Mönchengladbach) hat das Team die beste Spielergeneration seit den 90ern.

Was die USA stark macht:

  • Heimvorteil in 11 verschiedenen Spielstätten quer durchs Land — Anhängerschaft, Spielverständnis, Klima.
  • Pochettino bringt Champions-League-Erfahrung von Tottenham, PSG und Chelsea mit.
  • Die meisten Stammspieler stehen mitten in der besten Phase ihrer Karriere (24–28 Jahre).

Wo die USA stehen können: Achtelfinale ist gesetzt, Viertelfinale realistisch — bei einer guten Auslosung wäre das Halbfinale die Krönung. Es wäre die beste WM-Platzierung seit der dritten Position 1930.

Wer sind die echten Sleeper?

Über die fünf großen Überraschungskandidaten hinaus gibt es zwei Teams, die in den Vorrunden-Stadien viel Lärm machen könnten:

  • Kanada 🇨🇦 (Co-Gastgeber, FIFA-Rang 27) — mit Alphonso Davies und Jonathan David ein extrem schneller Konter-Klub, der bei der WM 2022 nach 36 Jahren Pause zurück war und in jedem Spiel gefährlich nah am Punktgewinn dran war. Heimvorteil im BMO Field Toronto und am New York Stadium ist nicht zu unterschätzen.
  • Iran 🇮🇷 (FIFA-Rang 16) — qualifizierte sich locker, hat mit Mehdi Taremi (Inter Mailand) einen WM-erfahrenen Stürmer und seit Jahren die solideste asiatische Defensive nach Japan.

Was bedeutet das für Deutschland?

Die deutsche Vorrunde gegen Curaçao, Elfenbeinküste und Ecuador sollte machbar sein. Aber schon im Achtelfinale könnte ein Gegner aus dieser Liste warten — Senegal, Marokko oder Japan sind ernste Hürden, die in jedem K.o.-Spiel gewinnen können. Wer 2014 in Brasilien dabei war, erinnert sich an Algerien im Achtelfinale (1:2 nach Verlängerung, Spiel des Turniers) — afrikanische und asiatische Teams sind 2026 noch eine Klasse stärker als damals.

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Quellen:

Stand: 6. Juni 2026 — fünf Tage vor WM-Eröffnung in Mexiko-Stadt.

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