Warum ÖPNV die bessere Wahl ist
Stau auf der A40, Parkplatzsuche für 15 Euro, Bier im Stadion — und dann mit dem Auto zurück? Wer mit der Bahn zum Stadion fährt, spart Nerven, Geld und kann das Spieltagserlebnis voll genießen. Doch nicht jedes Stadion ist gleich gut angebunden. Wir haben die ÖPNV-Anbindung aller Bundesliga-Stadien unter die Lupe genommen.
Top 10: Die am besten erreichbaren Stadien per ÖPNV
1. Signal Iduna Park, Dortmund — 4 Minuten Fußweg
Der Signal Iduna Park ist der unangefochtene ÖPNV-König. Die U-Bahn-Station Westfalenhallen liegt direkt vor der Tür — nur 4 Minuten Fußweg. An Spieltagen fahren die U45 und U46 im 3-Minuten-Takt, dazu Sonderzüge ab Dortmund Hbf. Die Stadtbahn-Haltestelle Signal Iduna Park ist sogar noch näher. Von der Innenstadt braucht man keine 10 Minuten.
Tipp: Am Spieltag gilt die Eintrittskarte als Nahverkehrsticket im VRR-Gebiet (Preisstufe A).
2. Olympiastadion Berlin — 5 Minuten Fußweg
Das Olympiastadion hat seinen eigenen S-Bahnhof: Olympiastadion (S5, S75). Direktverbindung vom Hauptbahnhof in 20 Minuten. Dazu U-Bahn U2 bis Olympia-Stadion. Zwei Schnellbahn-Systeme — das hat kein anderes Stadion in Deutschland.
Tipp: Am besten die S-Bahn nehmen. Die U2 ist an Spieltagen chronisch überfüllt.
3. Volksparkstadion, Hamburg — 6 Minuten Fußweg
Vom S-Bahnhof Stellingen sind es nur 6 Minuten zum Volksparkstadion. Die S3 und S21 verbinden das Stadion direkt mit der Hamburger Innenstadt. An Spieltagen gibt es verdichteten Takt und Sonderzüge.
Tipp: Die Buslinie 180 hält direkt an der Arenen-Straße — noch näher dran, aber an Spieltagen sehr voll.
4. RheinEnergieStadion, Köln — 3 Minuten Fußweg
Die Stadtbahn-Haltestelle RheinEnergieStadion (Linie 1) liegt quasi im Stadion. 3 Minuten Fußweg — kürzer geht’s nicht. Von Köln Hbf braucht man mit der Linie 1 etwa 15 Minuten. Einziger Nachteil: nur eine Linie, was an Spieltagen zu Gedränge führt.
Tipp: Alternative Route: S-Bahn bis Köln-Müngersdorf/Technische Hochschule, dann 10 Minuten zu Fuß. Weniger Gedränge, mehr Bewegung.
5. Deutsche Bank Park, Frankfurt — 5 Minuten Fußweg
Die S-Bahn-Station Frankfurt Stadion liegt direkt am Deutsche Bank Park. Von Frankfurt Hbf sind es nur 10 Minuten mit der S7, S8 oder S9. Drei S-Bahn-Linien plus Regionalzüge — Frankfurt hat die beste Fernverkehrsanbindung aller Stadien.
Tipp: Wer von weiter weg kommt: Der ICE hält am Frankfurter Hauptbahnhof, von dort ist man in 15 Minuten im Stadion. Perfekt für Auswärtsfahrer.
6. MHP Arena, Stuttgart — 8 Minuten Fußweg
Die U-Bahn-Haltestelle NeckarPark/Stadion (U11, U19) bringt Fans direkt zur MHP Arena. An Spieltagen werden die Züge verstärkt. Vom Hauptbahnhof dauert es etwa 7 Minuten mit der U-Bahn.
Tipp: Auch die S-Bahn-Station Bad Cannstatt ist fußläufig erreichbar (12 Minuten) — gut als Ausweichroute nach dem Spiel.
7. Red Bull Arena, Leipzig — 7 Minuten Fußweg
Die Straßenbahn-Haltestelle Sportforum Süd (Linie 3, 7, 15) liegt 7 Minuten vom Red Bull Arena entfernt. Leipzig Hbf ist Drehkreuz für ICE-Verbindungen — ideal für Fernreisende.
Tipp: Vom Hauptbahnhof fährt die Tram 15 direkt. Fahrtzeit: 15 Minuten.
8. Weserstadion, Bremen — 10 Minuten Fußweg
Das Weserstadion ist über die Straßenbahn-Haltestelle Weserstadion/Osterdeich (Linie 3) erreichbar. Vom Hbf etwa 12 Minuten Fahrt. Das Stadion liegt herrlich an der Weser — der Fußweg entlang des Flusses ist Teil des Erlebnisses.
Tipp: Am Spieltag die Linie 3 Richtung Weserstadion nehmen. Alternativ ist der Spaziergang vom Hbf (25 Minuten durch die Altstadt) sehr empfehlenswert.
9. Borussia-Park, Mönchengladbach — 12 Minuten Fußweg
Der Borussia-Park liegt etwas außerhalb, aber die Buslinie 017 fährt an Spieltagen im Sondertakt direkt vom Hbf Mönchengladbach. Regulär sind es 12 Minuten Fußweg von der Haltestelle Borussia-Park.
Tipp: Mönchengladbach hat Direktverbindungen von Köln, Düsseldorf und dem gesamten Rheinland — die Anreise per Regionalbahn ist oft schneller als mit dem Auto.
10. Allianz Arena, München — 10 Minuten Fußweg
Die Allianz Arena ist über die U-Bahn-Station Fröttmaning (U6) erreichbar. 10 Minuten Fußweg, am Spieltag im 2-Minuten-Takt. Von Münchens Innenstadt (Marienplatz) braucht man etwa 20 Minuten.
Tipp: Unbedingt die U6 nehmen — es gibt keinen sinnvollen Weg mit dem Auto. Parkplätze sind begrenzt und teuer.
Die Schlusslichter: Schwierig per ÖPNV
Nicht jedes Stadion ist ein ÖPNV-Traum. Einige Arenen liegen abseits der Schnellbahn-Netze:
- Volkswagen Arena, Wolfsburg: Die Volkswagen Arena ist zwar vom Hbf zu Fuß erreichbar (15 Minuten), aber Wolfsburg selbst hat nur ICE-Halt — kein S-Bahn-Netz, begrenzte Busanbindung.
- Stadien in der 3. Liga: Viele Drittliga-Stadien haben nur Busverbindungen mit langen Taktzeiten. Hier ist das Auto oft alternativlos.
Tipps für die Stadion-Anreise per Bahn
Kombiticket nutzen
Viele Vereine bieten Kombitickets an: Die Eintrittskarte gilt gleichzeitig als Fahrschein im Nahverkehr. Das spart Geld und Schlangen am Automaten. In der Bundesliga bieten unter anderem Dortmund (VRR), Frankfurt (RMV), Stuttgart (VVS) und München (MVV) diese Option.
Früh fahren, spät zurück
Die Hinfahrt ist meist entspannt — die Rückfahrt nach Abpfiff nicht. 50.000 Menschen wollen gleichzeitig in die Bahn. Wer 15-20 Minuten nach Abpfiff wartet und in einer Stadion-Kneipe das Ergebnis verarbeitet, fährt deutlich entspannter.
Deutschlandticket = Stadion-Flatrate
Mit dem 49-Euro-Deutschlandticket kommt ihr mit Nahverkehr zu jedem Bundesliga-Stadion in Deutschland — inklusive S-Bahn, U-Bahn, Tram und Regionalzug. Für Vielfahrer und Auswärtsfahrer ein Game-Changer.
DB Navigator App
Klingt banal, ist aber Gold wert: Die DB Navigator App zeigt Live-Verspätungen, Gleiswechsel und alternative Verbindungen. An Spieltagen mit Sonderzügen oft die einzige verlässliche Quelle.
Fazit: Bahn schlägt Auto
Die meisten Bundesliga-Stadien sind per ÖPNV hervorragend erreichbar — oft besser als mit dem Auto. Signal Iduna Park, Olympiastadion und RheinEnergieStadion setzen Maßstäbe bei der Anbindung. Wer mit der Bahn fährt, spart sich Parkplatzsuche, kann ein Bier trinken und ist oft schneller am Platz.
Unser Tipp: Deutschlandticket kaufen, DB Navigator laden, und den nächsten Spieltag autofrei genießen. Euer Stadionerlebnis beginnt schon auf der Hinfahrt.