Die Voith-Arena — Klein, aber ganz groß
Die Voith-Arena in Heidenheim an der Brenz ist der lebende Beweis dafür, dass im Fußball nicht die Größe zählt, sondern das Herz. Mit nur 15.000 Plätzen ist sie das kleinste Stadion der Bundesliga — und doch einer der charmantesten Orte im deutschen Profifußball. Die Geschichte des 1. FC Heidenheim, der sich von der Oberliga bis in die höchste Spielklasse hocharbeitete, spiegelt sich in dieser Arena wider.
Eröffnet wurde das Stadion 2010 unter dem Namen Albstadion. Als Voith, das traditionsreiche Heidenheimer Maschinenbauunternehmen, 2015 die Namensrechte erwarb, erhielt es seinen heutigen Namen. Seitdem wurde die Arena Schritt für Schritt ausgebaut, um den Anforderungen des Profifußballs gerecht zu werden — vom Regionalliga-Stadion zur Bundesliga-Arena.
Aufbau und Tribünen
Die Voith-Arena ist kompakt und funktional aufgebaut:
Die vier Tribünen
- Haupttribüne (West) — Sitzplätze mit Überdachung, VIP-Bereich und Pressebereich. Beste Übersicht über das Spielfeld.
- Gegentribüne (Ost) — Gemischte Sitz- und Stehplätze, guter Blick aufs Geschehen.
- Nordkurve — Stehplatztribüne der Heimfans. Hier entsteht die meiste Stimmung.
- Südkurve — Gästeblock mit Steh- und Sitzplätzen.
Empfehlungen
Die Nordkurve ist der Ort für alle, die Stimmung suchen. Auf der Haupttribüne sitzt man komfortabel mit bestem Überblick. Durch die kompakte Bauweise ist die Sicht von fast jedem Platz im Stadion hervorragend — man ist überall nah am Geschehen.
Gastronomie — Schwäbisch und deftig
Die kulinarische Versorgung in der Voith-Arena ist geprägt von der schwäbischen Küche:
- Maultaschen — das schwäbische Nationalgericht, hier in der Stadionvariante
- Bratwurst vom Holzkohlegrill — knackig und frisch
- Käsespätzle — an ausgewählten Ständen, für den großen Hunger
- Laugenbrezeln — der perfekte Snack zwischendurch
- Regionale Biere wie Heidenheimer und Stuttgarter Hofbräu
Die Preise sind im Bundesliga-Vergleich moderat und das Angebot ehrlich — genau wie der Verein.
Anfahrt zur Voith-Arena
Mit dem Auto
Über die A7 (Ausfahrt Heidenheim) und dann die B466 Richtung Stadtzentrum. Die Beschilderung zur Voith-Arena ist gut. Parkplätze P1 bis P4 befinden sich rund um das Stadion — frühzeitige Anreise empfohlen, da die Kapazitäten begrenzt sind.
Mit der Bahn
Der Bahnhof Heidenheim ist über die Brenzbahn (Ulm–Aalen) erreichbar. Von dort sind es ca. 20 Minuten Fußweg oder man nutzt an Spieltagen die Shuttlebusse.
Tipp
Heidenheim ist eine Kleinstadt — die Infrastruktur ist überschaubar. Wer mit dem Auto kommt, sollte mindestens 90 Minuten vor Anpfiff da sein. Alternativ bietet sich die Anreise über Ulm mit Umstieg auf die Regionalbahn an.
Die Heidenheim-Story
Der 1. FC Heidenheim ist das Fußballwunder der Schwäbischen Alb. Unter dem langjährigen Trainer Frank Schmidt, der den Verein seit 2007 betreut, gelang der Durchmarsch von der Oberliga Baden-Württemberg bis in die Bundesliga. Der erstmalige Aufstieg 2023 war ein historischer Moment für die 50.000-Einwohner-Stadt. Dass die Mannschaft sich auch in der höchsten Spielklasse etabliert hat, grenzt für viele an ein Fußballmärchen.
Insider-Tipps
- Schloss Hellenstein: Die Burgruine oberhalb der Stadt bietet einen tollen Panoramablick und ist nur wenige Autominuten vom Stadion entfernt
- Brenzpark: Der ehemalige Landesgartenschau-Park eignet sich perfekt für einen Spaziergang vor dem Spiel
- Frühzeitig Tickets sichern: Bei nur 15.000 Plätzen sind Bundesliga-Spiele regelmäßig ausverkauft
- Schwäbische Alb erkunden: Die Umgebung bietet traumhafte Wanderwege und Naturerlebnisse