Das Stadion An der Alten Försterei — Unions Wohnzimmer
Hinweis Saison 2025/26: Während der umfangreichen Stadionerweiterung auf ca. 34.500 Plätze trägt Union Berlin seine Heimspiele der Saison 2025/26 im Olympiastadion Berlin aus. Die Rückkehr an die Alte Försterei ist für die Saison 2027/28 geplant.
Das Stadion An der Alten Försterei in Berlin-Köpenick ist weit mehr als eine Sportstätte — es ist das Herzstück des 1. FC Union Berlin und ein Symbol für die besondere Beziehung zwischen Verein und Fans. Gelegen im grünen Waldgebiet der Wuhlheide, bietet das Stadion mit seinen 22.012 Plätzen eine Atmosphäre, die in der Bundesliga ihresgleichen sucht.
Die Geschichte des Stadions reicht bis ins Jahr 1920 zurück. Seinen legendären Ruf verdankt es jedoch vor allem dem großen Umbau 2008/2009, als tausende Union-Fans in über 140.000 freiwilligen Arbeitsstunden das Stadion eigenhändig renovierten und ausbauten. Dieses einzigartige Gemeinschaftsprojekt machte die Alte Försterei zum Symbol für echte Fußballkultur und unerschütterliche Vereinstreue.
Aufbau und Tribünen
Das Stadion besteht aus vier Tribünen mit einem hohen Stehplatzanteil, was maßgeblich zur besonderen Atmosphäre beiträgt:
Die vier Seiten
- Waldseite — Die legendäre Stehplatztribüne im Wald. Hier stehen die treuesten Fans und sorgen für den berühmten Union-Sound. Ein absolutes Muss für jeden Erstbesucher.
- Gegengerade — Ebenfalls Stehplätze, gemischte Stimmung, guter Blick aufs Spielfeld.
- Haupttribüne — Sitzplätze mit Überdachung, VIP-Bereich und Presseplätze. Die beste Übersicht über das Spielgeschehen.
- Stadionseite — Hier befindet sich auch der Gästeblock.
Empfehlungen
Für das authentischste Erlebnis führt kein Weg an der Waldseite vorbei. Wer Sitzplätze bevorzugt, wählt die Haupttribüne, möglichst in den mittleren Reihen. Der Gästeblock auf der Stadionseite ist überschaubar — Gästefans erleben hier das Spiel hautnah.
Gastronomie — Berliner Kost mit Herz
Die Verpflegung an der Alten Försterei ist ehrlich und bodenständig — genau wie der Verein selbst:
- Bouletten — die Berliner Frikadellen gehören zum Pflichtprogramm
- Bratwurst und Currywurst — Stadionklassiker, frisch vom Rost
- Berliner Kindl — das offizielle Stadionbier, frisch gezapft
- Eisbein — an ausgewählten Ständen, für den großen Hunger
Die Preise sind für Berliner Verhältnisse fair. Die Kioske verteilen sich rund um das Stadion und sind meist schnell erreichbar.
Anfahrt zum Stadion
Mit der S-Bahn (empfohlen)
Die S3 fährt bis zur Haltestelle Köpenick. Von dort sind es rund 15 Minuten Fußweg durch die Wuhlheide — der Weg durch den Wald mit tausenden anderen Fans gehört zum Union-Erlebnis dazu. Alternativ fährt die Tram 27 ab S-Bahnhof Köpenick näher ans Stadion.
Mit dem Auto
Anreise über die A113, Ausfahrt Adlershof, dann über die B96a Richtung Köpenick. Parkplätze am Stadion sind extrem begrenzt. Die Anreise mit dem ÖPNV wird dringend empfohlen.
Das legendäre Weihnachtssingen
Jedes Jahr am 23. Dezember findet das Weihnachtssingen in der Alten Försterei statt — über 28.000 Union-Fans singen gemeinsam Weihnachtslieder bei Kerzenlicht. Was 2003 mit einer Handvoll Fans begann, ist heute eines der emotionalsten Events im deutschen Fußball. Tickets sind innerhalb von Minuten ausverkauft und das Ereignis hat Kultstatus weit über Berlin hinaus.
Insider-Tipps
- Vor dem Spiel: Der Spaziergang durch die Wuhlheide ab S-Bahnhof Köpenick ist stimmungsvoll — viele Fans grillen auf dem Weg
- Köpenick erkunden: Die Altstadt Köpenick mit dem Schloss und der Bölschestraße im benachbarten Friedrichshagen sind sehenswert
- Frühzeitig kommen: Die Alte Försterei ist klein und gemütlich — früh da sein lohnt sich für die besten Stehplätze auf der Waldseite
- Union-Museum: Im Stadiongebäude gibt es eine kleine Ausstellung zur Vereinsgeschichte