Geschichte & Fakten
Das RheinEnergieStadion blickt auf eine über 100-jährige Geschichte zurück. Bereits 1923 wurde an dieser Stelle das Müngersdorfer Stadion eröffnet – auf einem Gelände, das nach dem Versailler Vertrag durch den Abriss der Kölner Befestigungsanlagen frei geworden war. Der Bau beschäftigte 15.000 Arbeiter und half, die wirtschaftlich schwierigen Nachkriegsjahre zu stabilisieren.
Für die WM 1974 wurde das Stadion modernisiert, 2001 schließlich komplett abgerissen und als hochmoderne Arena neu errichtet. Am 31. Januar 2004 eröffnete das neue RheinEnergieStadion mit 49.698 Plätzen. Die Umbaukosten betrugen 117,5 Millionen Euro. Das Stadion diente als Spielort der WM 2006, der EM 2024 und war Austragungsort des Europa-League-Finales 2020.
Der 1. FC Köln ist seit 1948 hier zu Hause. Das Stadion, mit seinen vier markanten Leuchttürmen in den Ecken, ist ein Wahrzeichen der Stadt und bietet Platz für 49.698 Zuschauer (45.965 bei internationalen Spielen).
Atmosphäre & Besonderheiten
Die Stimmung im RheinEnergieStadion ist typisch kölsch: herzlich, laut und leidenschaftlich. Die Südtribüne ist die Heimat der aktivsten Fangruppen. Wenn 49.000 Stimmen das Vereinslied „Mir stonn zo dir, FC Kölle” anstimmen, bebt das Stadion. Die verglasten Ecktürme sind nicht nur architektonisches Highlight, sondern sorgen auch für eine gute Durchlüftung.
Das Geißbockheim, die Geschäftsstelle und das Trainingsgelände des FC, grenzt direkt an das Stadion und den Sportpark Müngersdorf – eine einzigartige Verbindung von Vereinszentrale und Arena.
Beste Plätze & Sitzplan-Tipps
Für Stimmung pur: die Südtribüne (Unterrang, Blöcke S1–S6) mit Stehplätzen. Beste Spielübersicht bietet die Westtribüne im Oberrang. Familien sind im Familienblock auf der Nordtribüne gut aufgehoben. Die Plätze im Unterrang Ost bieten gute Nähe zur Seitenlinie. Tipp: Die Eckbereiche sind etwas günstiger, aber durch die offene Bauweise kann es dort windiger sein.
Essen & Trinken im Stadion
Köln ohne Kölsch? Undenkbar! Im Stadion wird Gaffel Kölsch oder Reissdorf Kölsch ausgeschenkt. Seit der Saison 2024/25 hat der FC das Catering in Eigenregie übernommen, was für faire Preise und gute Qualität sorgt.
- Bier (0,5l): 4,90 €
- Bratwurst: 4,10 €
- Bezahlung: Ausschliesslich bargeldlos (Karte, Apple/Google Pay)
Kulinarisch gibt es kölsche Klassiker wie Halver Hahn (Roggenbrötchen mit Gouda), Frikadellen und natürlich Currywurst mit Pommes. An speziellen Ständen gibt es vegetarische Wraps und Salate.
Anreise-Tipps
Mit dem Auto: Über die A1 (Abfahrt Köln-Lövenich) oder A4 ist das Stadion gut erreichbar. Achtung: An Spieltagen ist die Aachener Straße oft verstopft.
Mit der Bahn: Die Stadtbahn Linie 1 fährt direkt zur Haltestelle „RheinEnergieStadion” – bequemer geht es nicht. Die Eintrittskarte gilt am Spieltag als VRS-Fahrausweis.
Parken: Begrenzte Parkplätze am Sportpark (ca. 8–12 €). Deutlich entspannter: P+R-Plätze nutzen und mit der Linie 1 anreisen.
Stadion-Tour
Die Stadionführung durch das RheinEnergieStadion zeigt den Pressekonferenzraum, die Spielerkabinen, den VIP-Bereich und den Spielertunnel. Highlight ist der Gang aufs Spielfeld mit Blick auf die Tribünen. Touren werden regelmäßig angeboten, Buchung über die Webseite.
Insider-Tipps
- Geißbockheim besuchen: Das Vereinsgelände direkt neben dem Stadion ist für FC-Fans ein Pilgerort. Hier trainiert die Mannschaft und hier steht die Statue des legendären Geißbocks Hennes.
- Kölner Südstadt: Nach dem Spiel lohnt ein Abstecher in die Südstadt – zahlreiche Kneipen und Brauhäuser laden zum Feiern ein.
- Müngersdorfer Sportpark: Der gesamte Sportpark bietet neben dem Stadion auch Schwimmbäder und Sportanlagen – ideal für einen sportlichen Tag.
- Karneval-Atmosphäre: Heimspiele des FC haben oft Karnevalscharakter – Verkleidungen sind keine Seltenheit und immer willkommen.
- Spieltag-Ritual: Traditionell wird vor Anpfiff der Geißbock Hennes (aktuell Hennes IX.) im Stadion präsentiert – ein Muss für jeden Erstbesucher.