Geschichte & Fakten
Das Holstein-Stadion in Kiel-Wik ist eine der ältesten und traditionsreichsten Spielstätten im deutschen Fußball. Am 15. Oktober 1911 eröffnet, blickt es auf über 110 Jahre Fußballgeschichte zurück. Das erste Spiel bestritten Holstein Kiel und der Berliner FC Preussen (3:4). Seitdem wurde das Stadion unzählige Male um- und ausgebaut — von der kleinen Holztribüne zum modernen Zweitliga-Stadion mit 15.034 Plätzen. Nach dem historischen Aufstieg in die Bundesliga 2024 und dem Wiederabstieg wird nun ein kompletter Neubau für rund 75 Millionen Euro geplant (2026-2030). Das Stadion liegt im Norden Kiels, etwa fünf Kilometer von der Innenstadt entfernt, in der Nähe des Nord-Ostsee-Kanals.
Atmosphäre
Klein aber oho: Das Holstein-Stadion ist ein intimes Stadion mit großer Wirkung. Die Westkurve, Heimat der treuesten Fans, erzeugt einen Lärmpegel, der dem Stadion seinen Spitznamen „Festung an der Förde” eingebracht hat. Die norddeutsche Fußballkultur ist direkt und herzlich — hier gibt es keinen Schnickschnack, dafür echte Emotion. Die Nähe zum Spielfeld ist herausragend. Bei Flutlichtspielen mit Ostsee-Brise entsteht eine ganz besondere, maritime Stimmung.
Beste Plätze
Die Westkurve bietet Stehplätze mit der besten Stimmung. Die Haupttribüne (Ost) hat überdachte Sitzplätze mit zentraler Sicht. Der Gästeblock liegt in der Südkurve. Der Familienbereich befindet sich auf der Nordtribüne. VIP-Bereiche im Zelt neben der Haupttribüne.
Essen & Trinken
Norddeutsche Küche dominiert: Fischbrötchen mit Matjes oder Bismarck-Hering sind ein Muss. Kieler Sprotten gibt es an ausgewählten Ständen. Dithmarscher Pilsener und Flensburger (Flens) sind die beliebtesten Biere. Dazu natürlich Bratwurst, Currywurst und Pommes. Die Portionen sind großzügig und die Preise fair.
Anreise-Tipps
Die Buslinien 91 und X91 verbinden den Kieler Hauptbahnhof direkt mit dem Stadion — am Spieltag im Kombi-Ticket enthalten. Radfahren ist in Kiel Tradition: 750 Fahrradstellplätze am Stadion sprechen für sich. Die Veloroute 10 führt direkt zum Stadion. Mit dem Auto über A215 und B76 erreichbar, Parkplätze sind jedoch begrenzt. Tipp: Am Hauptbahnhof parken und Bus nehmen.
Insider-Tipps
Ein Abstecher zum Nord-Ostsee-Kanal (ca. 1 km entfernt) lohnt sich — die Schiffspassagen sind faszinierend. Im Sommer kann man den Stadionbesuch mit einer Tour durch die Kieler Förde verbinden. Die Holtenauer Straße im Stadtteil Wik bietet gemütliche Cafés und Restaurants. Für den Neubau ab 2026 wird das Stadion komplett umgestaltet — die letzten Spiele im alten Holstein-Stadion werden also historisch. Wer echte Kieler Atmosphäre erleben will, sollte sich beeilen!