Geschichte & Fakten
Die Heinz von Heiden Arena, vielen noch als Niedersachsenstadion bekannt, blickt auf eine bewegte Geschichte zurück. 1954 eröffnet, fasste das Stadion ursprünglich 86.656 Zuschauer und war damit nach dem Berliner Olympiastadion das zweitgrößte der jungen Bundesrepublik. Beim Bau wurde Trümmerschutt aus dem Zweiten Weltkrieg verwendet. Das Stadion war Schauplatz von WM-Spielen 1974 und 2006 sowie der EM 1988. Für die WM 2006 wurde es grundlegend umgebaut — der Architekturpreis für die moderne, komplett überdachte Arena ging an Schulitz + Partner. Die Straße wurde nach Robert Enke benannt, dem 2009 verstorbenen Torwart von Hannover 96. Aktuell fasst die Arena 49.000 Zuschauer.
Atmosphäre
Die Heinz von Heiden Arena ist bekannt für ihre lautstarke Unterstützung. Die Nordkurve, Heimat der aktiven Fanszene, erzeugt mit Choreografien und Dauersingen eine beeindruckende Kulisse. 49.000 Plätze machen das Stadion zu einem der größten der 2. Liga — eine Kulisse, die viele Bundesligisten neidisch macht. Die vollständige Überdachung fängt den Lärm ein und verstärkt die Atmosphäre. Bei Abendspielen unter Flutlicht, wenn das Stadion in Rot und Grün leuchtet, ist die Stimmung elektrisierend.
Beste Plätze
Die Nordkurve (Blöcke N1-N8) ist das Stimmungszentrum mit Stehplätzen. Die Westtribüne bietet die beste Übersicht mit überdachten Sitzplätzen. VIP- und Logenbereich befinden sich auf der Osttribüne. Die Südkurve beherbergt den Gästeblock und den Familienbereich. Tipp: Der Oberrang der Westtribüne bietet ein fantastisches Panorama.
Essen & Trinken
Hannoversche Spezialitäten dominieren das Angebot: Bregenwurst, regionale Bratwurst und natürlich Herrenhäuser Bier. Wer mutig ist, probiert die legendäre Lüttje Lage — das gleichzeitige Trinken von Bier und Schnaps aus zwei Gläsern. Die Auswahl an den Verkaufsständen ist vielfältig: Currywurst, Pommes, Brezeln und vegetarische Optionen sind überall erhältlich.
Anreise-Tipps
Die S-Bahn-Haltestelle „Stadion” liegt direkt am Sportpark — nur 4 Minuten ab Hauptbahnhof. Das Kombi-Ticket für Heimspiele gilt im gesamten GVH-Netz. Mit dem Auto sind die Messeparkplätze eine gute Alternative zum Schützenplatz, mit Shuttle-Service zum Stadion. Radfahrer finden am Stadion großzügige Abstellmöglichkeiten. Der Maschsee-Uferweg führt direkt zum Sportpark.
Insider-Tipps
Vor dem Spiel lohnt sich ein Spaziergang am Maschsee — der künstliche See liegt nur 500 Meter entfernt und ist Hannovers beliebtestes Naherholungsgebiet. Das Glasmosaik von Eduard Bargheer am Südeingang ist ein verstecktes Kunstwerk. Die Stadionführung zeigt die beeindruckende Dachkonstruktion von innen. Tipp: Die Robert-Enke-Gedenktafel an der Straße ist ein berührender Ort der Erinnerung.