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Deutschland 2:1 Elfenbeinküste: Undav-Doppelpack als Joker — DFB im Achtelfinale!

Spielbericht WM 2026 Gruppe E, Spieltag 2: Deutschland schlägt die Elfenbeinküste 2:1 im BMO Field Toronto. Kessié bringt Côte d'Ivoire früh in Führung, Deniz Undav dreht das Spiel mit Doppelpack als Joker. DFB-Elf vorzeitig in der K.o.-Runde.

Eckdaten

  • Spiel: Deutschland – Elfenbeinküste 2:1 (0:1)
  • Wettbewerb: FIFA WM 2026, Gruppe E, 2. Spieltag
  • Datum: 20. Juni 2026
  • Stadion: BMO Field, Toronto, Kanada
  • Zuschauer: 43.036
  • Schiedsrichter: Juan Benítez (Paraguay)
  • Tore: 0:1 Kessié (30.), 1:1 Undav (68.), 2:1 Undav (90.+4)

Drama in Toronto: Joker Undav rettet den Gruppensieg

Es war kein Schaulaufen wie gegen Curaçao, es war Schwerstarbeit — und am Ende stand der vorzeitige Einzug ins Achtelfinale. Das DFB-Team gewinnt das zweite Gruppenspiel der WM 2026 mit 2:1 gegen die Elfenbeinküste und sichert sich vor dem letzten Spieltag den ersten Platz in Gruppe E.

Held des Abends im BMO Field Toronto: Deniz Undav. Der Stuttgarter Stürmer kommt in der 60. Minute, trifft acht Minuten später zum Ausgleich und verwandelt in der vierten Minute der Nachspielzeit den Last-Minute-Siegtreffer. Doppelpack als Joker — wenn es ein WM-Drehbuch gibt, hat sich Undav gestern Abend einen Platz im Drehbuch erschrieben.

Erste Halbzeit: Côte d’Ivoire dreht die DFB-Elf um

Bundestrainer Julian Nagelsmann schickte die Mannschaft in einer 3-4-3-Grundordnung ins Spiel: Neuer im Tor; Tah, Schlotterbeck und Kimmich (Kapitän) als Dreierkette; davor Nmecha, Pavlović als Doppelsechs, Sané und Brown auf den Außen; Musiala als Zehner hinter Havertz und Wirtz.

Die Ivorer kamen mit ihrer Stamm-Elf um Kapitän Franck Kessié und überraschten das DFB-Team in der Anfangsphase mit hohem Pressing. In der 30. Minute bestrafte ausgerechnet Kessié einen Ballverlust im Mittelfeldzentrum: Der Marseille-Profi traf zur 1:0-Führung der Außenseiter. Es war das erste Gegentor der DFB-Elf bei dieser WM nach dem Comenencia-Anschluss gegen Curaçao.

Die Reaktion blieb in der ersten Hälfte aus. Wirtz und Musiala fanden nicht ins Spiel, Havertz hing in der Luft, gegen die kompakte Fünferkette der Ivorer (Singo/Kossounou/Agbadou/Konan + Sangaré als Abräumer) lief die DFB-Offensive sich fest. Pausenpfiff: 0:1 — und reichlich Stirnrunzeln auf der deutschen Bank.

Zweite Halbzeit: Nagelsmann zieht den Joker

Zur Pause reagierte Nagelsmann personell: Antonio Rüdiger kam für Schlotterbeck (offenbar mit muskulären Problemen), die Dreierkette wurde stabilisiert. In der 60. Minute folgte der entscheidende Dreifachwechsel: Jamie Leweling, Nadiem Amiri und Deniz Undav für Sané, Pavlović und Musiala. Aus dem 3-4-3 wurde de facto ein offensiveres 3-4-2-1 mit Undav als alleiniger Spitze und Havertz/Wirtz als hängenden Spitzen.

Die Maßnahme zündete sofort. 68. Minute: 1:1! Undav vollendet eine Hereingabe von der rechten Seite über Leweling mit dem ersten Ballkontakt. Sein erster WM-Treffer.

Es folgten 25 Minuten Drangphase. Wirtz scheiterte zweimal an Yahia Fofana, Havertz traf den Pfosten, die Ivorer warfen sich in jeden Schuss. Das Spiel kippte Richtung Verlängerung — bis zur 94. Minute: Aus einem Konter über Leweling und Wirtz steht Undav am zweiten Pfosten goldrichtig und schiebt zum 2:1-Endstand ein. Toronto explodiert in den DFB-Blöcken.

Was bedeutet das für Gruppe E?

Mit dem Sieg ist Deutschland nach zwei Spielen vorzeitig Gruppensieger. 6 Punkte, 9:2 Tore, ein Torverhältnis, das im direkten Vergleich nicht mehr einzuholen ist. Der Tabellenstand der Gruppe E nach Spieltag 2:

  1. Deutschland — 2 Spiele, 6 Punkte, 9:2 Tore (qualifiziert)
  2. Elfenbeinküste — 2 Sp, 3 Pkt, 2:2
  3. Ecuador — 2 Sp, 1 Pkt, 0:1
  4. Curaçao — 2 Sp, 1 Pkt, 1:7

Parallel im Arrowhead Stadium Kansas City trennten sich Ecuador und Curaçao am Samstagabend 0:0. Damit ist auch der zweite Platz noch offen: Côte d’Ivoire braucht am 25. Juni gegen Curaçao nur einen Punkt, um das Achtelfinale fix zu machen. Ecuador muss gegen die DFB-Elf gewinnen — und auf das Curaçao-Ergebnis hoffen.

Stimmen und Einordnung

Für Nagelsmann ist es das erste enge K.o.-Bedrohungsszenario dieser WM, das er auf der Bank durchstand — und mit dem Dreifachwechsel souverän löste. Die Doppelsechs Nmecha/Pavlović wirkte gegen die ivorische Physis überfordert; die Hereinnahme von Amiri stabilisierte das Aufbauspiel sichtbar.

Für Deniz Undav ist der Doppelpack mehr als nur ein Karriere-Highlight: Der Stuttgarter wurde nach dem Curaçao-Spiel kritisch hinterfragt (Einwechslung in der 64.), als Joker-Lösung ist er nach zwei Spielen mit drei Toren plötzlich Mitfavorit auf den Goldenen Schuh — gemeinsam mit Havertz.

Spielort: BMO Field Toronto

Das BMO Field (offiziell BMO Field, der Heimspielort des Toronto FC) wurde für die WM 2026 von 30.000 auf rund 45.000 Plätze ausgebaut. Es ist das nördlichste Stadion des Turniers und das einzige WM-Stadion in Kanada außerhalb von Vancouver. 43.036 Zuschauer waren am Samstagabend dabei — die Stimmung im 30. Block (DFB-Fans) wurde von kanadischen TV-Kommentatoren als „europäisch laut” beschrieben.

Mehr zum Spielort: BMO Field Toronto — Stadionguide WM 2026

Wie geht’s weiter?

  • Mittwoch, 25. Juni 2026 (21:00 Uhr MESZ)Deutschland – Ecuador, BC Place, Vancouver. Gegner-Vorbericht folgt am Dienstag.
  • Parallel: Curaçao – Elfenbeinküste, Mercedes-Benz Stadium Atlanta.
  • Achtelfinale Deutschland: voraussichtlich Sonntag, 28. Juni 2026, gegen den Dritten einer der Gruppen A/B/C/D/F (Round of 32).

Da die WM 2026 erstmals 48 Teams im Round-of-32-Modus umfasst, beginnt die K.o.-Phase bereits eine Runde früher als gewohnt. Mehr dazu in unserem Spielplan-Guide.

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Quellen

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