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So parkst du richtig: Parkplatz-Guide für alle Bundesliga-Stadien

Parken am Stadion? Wir zeigen dir für alle 18 Bundesliga-Stadien, wo du am besten parkst, was es kostet und welche Alternativen es gibt.

Wer mit dem Auto zum Stadion fährt, kennt das Problem: Stau, überfüllte Parkplätze, Wucherpreise — und nach dem Spiel steht man noch eine Stunde im Ausfahrt-Chaos. Mit der richtigen Planung lässt sich das vermeiden. Hier ist der komplette Parkplatz-Guide für alle 18 Bundesliga-Stadien der Saison 2025/26.

Die goldene Regel: Früh da sein oder weiter weg parken

Egal bei welchem Stadion — die Grundregel ist immer dieselbe: Wer direkt am Stadion parken will, muss mindestens 2 Stunden vor Anpfiff da sein. Wer das nicht schafft, parkt besser etwas weiter weg und nimmt den ÖPNV für die letzten Kilometer. Das spart Nerven und oft auch Geld.

Die Stadien im Detail

FC Bayern München — Allianz Arena

Die Allianz Arena hat rund 9.800 Parkplätze in den Parkgaragen Ost und West — klingt viel, reicht bei 75.000 Zuschauern aber bei weitem nicht. Die Parkgebühr liegt bei 10 €. Vorverkaufs-Parktickets gibt es über den FC Bayern. Wer kein Parkticket hat, parkt am besten an der Fröttmaning (U6) und nimmt die U-Bahn — der Fußweg sind nur 10 Minuten. Alternativ: P+R Garching-Hochbrück.

Tipp: Die Ausfahrt aus der Allianz Arena dauert nach dem Spiel locker 45-60 Minuten. Die U-Bahn ist fast immer schneller.

Borussia Dortmund — Signal Iduna Park

Am Signal Iduna Park gibt es kein zentrales Stadion-Parkhaus. Die meisten Fans nutzen den Parkplatz am Stadion (Strobelallee) oder umliegende Gewerbeflächen. Preise variieren zwischen 5 und 15 € je nach Nähe. Die Westfalenhallen bieten zusätzliche Kapazitäten.

Tipp: Die Anfahrt über die B1/A40 ist am Spieltag ein Albtraum. Wer von der A2 kommt, sollte über Dortmund-Nordwest anfahren und im Bereich Indupark parken — von dort fahren Shuttle-Busse.

RB Leipzig — Red Bull Arena

Die Red Bull Arena liegt im Sportforum, wo es rund 4.000 kostenfreie Parkplätze gibt. Allerdings sind die schnell voll. Alternativ parkt ihr an der Neuen Messe Leipzig und nehmt die Tram 16 — hält direkt am Stadion.

Tipp: Leipzig hat eines der besten Tram-Netze Deutschlands. Auto stehen lassen lohnt sich hier besonders.

Bayer 04 Leverkusen — BayArena

An der BayArena gibt es nur begrenzte Stadion-Parkplätze, die per Dauerkarte oder VIP-Ticket zugänglich sind. Für normale Besucher empfiehlt sich der P+R Leverkusen Mitte mit S-Bahn-Anbindung. Sonst findet ihr Parkplätze in den Seitenstraßen rund um die Dhünn — aber früh kommen ist Pflicht.

Tipp: Die Anfahrt über die A1 (Abfahrt Leverkusen) ist am direktesten, aber auch am vollsten. Über die A3 und dann lokal ist oft stressfreier.

VfB Stuttgart — MHP Arena

Die MHP Arena im Neckarpark hat mehrere Parkflächen mit insgesamt rund 5.000 Plätzen. Parkgebühr: 8-12 €. Der P+R Bad Cannstatt ist die beste Alternative — von dort sind es nur 15 Minuten zu Fuß oder eine Station mit der S-Bahn.

Tipp: Die Mercedesstraße und Benzstraße werden am Spieltag zu Einbahnstraßen. Wer das nicht weiß, fährt im Kreis.

Eintracht Frankfurt — Deutsche Bank Park

Der Deutsche Bank Park im Frankfurter Stadtwald hat das beste P+R-Konzept der Liga. Die Parkplätze am Stadion (Parkhaus Süd/Nord) kosten 10 €, aber die Anfahrt über die B44 ist brutal. Besser: An der Commerzbank Arena Süd parken und über den Waldweg laufen (10 Min).

Tipp: Wer Kombiticket hat, fährt kostenlos mit dem RMV — nutzt das! Es ist bequemer und günstiger.

Borussia Mönchengladbach — Borussia-Park

Der Borussia-Park liegt am Stadtrand und hat mit rund 12.000 kostenlosen Parkplätzen das großzügigste Angebot der Liga. P1 bis P10 verteilen sich rund ums Stadion. Stau gibt es trotzdem — vor allem auf der A61.

Tipp: Von Norden über die A61 kommend den Parkplatz P9/P10 (Nordseite) anfahren. Die Ausfahrt nach dem Spiel geht dort deutlich schneller als auf der Südseite.

SV Werder Bremen — Weserstadion

Das Weserstadion liegt direkt an der Weser, Parkplätze in unmittelbarer Nähe gibt es kaum. Die Bürgerweide (Messegelände) ist der offizielle Großparkplatz — von dort sind es 20 Minuten zu Fuß oder eine kurze Tram-Fahrt.

Tipp: In den Seitenstraßen im Viertel (Ostertor) parken und die Atmosphäre des Stadtteils vor dem Spiel genießen — viele Kneipen auf dem Weg.

VfL Wolfsburg — Volkswagen Arena

Die Volkswagen Arena hat dank VW-Werksnähe riesige Parkflächen. Über 8.000 Plätze, größtenteils kostenlos. Die Anfahrt über die A39 ist unkompliziert, Stau hält sich bei den typischen Zuschauerzahlen in Grenzen.

Tipp: Eines der entspanntesten Stadien zum Parken — hier reicht es, eine Stunde vor Anpfiff da zu sein.

SC Freiburg — Europa-Park Stadion

Das neue Europa-Park Stadion hat ein striktes Verkehrskonzept: Es gibt nur ca. 2.100 Parkplätze direkt am Stadion, und die sind Berechtigten vorbehalten. Alle anderen nutzen die dezentralen P+R-Plätze (Messe, Mundenhof) mit Shuttle-Bussen.

Tipp: Freiburg meint es ernst mit dem ÖPNV-Konzept. Wer spontan zum Stadion fährt und dort parken will, wird bitter enttäuscht.

1. FC Union Berlin — Stadion An der Alten Försterei

An der Alten Försterei im Köpenicker Wald gibt es fast keine Parkplätze. Punkt. Die S3 bis Köpenick und dann Bus 67 ist der offizielle Weg. Wer trotzdem mit dem Auto kommt, parkt im Bereich Bahnhofstraße Köpenick.

Tipp: Das Gebiet rund um die Alte Försterei ist am Spieltag weiträumig gesperrt. Auto und Union Berlin passt einfach nicht zusammen.

TSG Hoffenheim — PreZero Arena

Die PreZero Arena in Sinsheim liegt ländlich und hat ausreichend Parkplätze in den umliegenden Feldern und Wiesen — kostenlos. Die Zufahrt über die A6 (Ausfahrt Sinsheim) ist am Spieltag gut ausgeschildert.

Tipp: Eines der wenigen Stadien, bei denen das Auto tatsächlich die beste Anreise-Option ist. ÖPNV-Anbindung ist mäßig.

1. FC Heidenheim — Voith-Arena

Die Voith-Arena hat begrenzte Parkplätze am Stadion, aber P+R-Flächen im Umkreis. Für ein Stadion dieser Größe reicht das meist. Parken ist kostenlos.

Tipp: Ähnlich wie Hoffenheim — ländliche Lage, Auto ist fast die einzige realistische Option für Auswärtsfahrer.

FC Augsburg — WWK Arena

Die WWK Arena liegt nahe der B17, Parkplätze am Stadion sind Dauerkarteninhabern vorbehalten. Der offizielle P+R ist am Augsburg Messezentrum mit Shuttle. Kostet nichts, fährt regelmäßig.

Tipp: Nicht in die Wohngebiete rund ums Stadion einfahren — da wird rigoros abgeschleppt.

Holstein Kiel — Holstein-Stadion

Das Holstein-Stadion in Kiel hat ein sehr begrenztes Parkplatzangebot. Offizielle Parkflächen in der Umgebung (Uni-Gelände) werden am Spieltag ausgeschildert.

Tipp: Kiel ist klein genug, dass man zentral parken und laufen kann. 20 Minuten vom Hauptbahnhof.

1. FSV Mainz 05 — Mewa Arena

Die Mewa Arena am Europakreisel hat mehrere Parkdecks und Freiflächen. Parkgebühr: 8 €. Die Anfahrt über die A60 (Mainz-Lerchenberg) ist Standard, wird aber eng.

Tipp: Am Mainzer Hauptbahnhof parken und Bus 6 oder 6A nehmen — fährt alle paar Minuten und hält direkt am Stadion.

FC St. Pauli — Millerntor-Stadion

Am Millerntor auf dem Heiligengeistfeld gibt es keine Stadion-Parkplätze. Das Stadion liegt mitten in der Stadt. Die U3 St. Pauli oder S-Bahn Reeperbahn sind die besten Optionen.

Tipp: Wer auf der Reeperbahn parkt, zahlt Innenstadt-Preise. Besser: Im Schanzenviertel parken und die Atmosphäre mitnehmen.

1. FC Köln — RheinEnergieStadion

Das RheinEnergieStadion im Äußeren Grüngürtel hat mehrere große Parkplätze. Kosten: 10-12 €. Die Zufahrt über die Militärringstraße funktioniert, wird aber am Spieltag zur Geduldsprobe.

Tipp: P+R Marsdorf (S-Bahn) oder Aachener Weiher und dann mit der Linie 1 fahren — deutlich stressfreier.

Die 5 wichtigsten Regeln fürs Stadion-Parken

  1. Früh kommen — 2 Stunden vor Anpfiff minimum, wenn du nah dran parken willst
  2. P+R nutzen — Meist kostenlos und stressfreier als direkt am Stadion
  3. Ausfahrt einplanen — Nach dem Abpfiff stehst du 30-60 Minuten im Stau. Entweder direkt nach dem Schlusspfiff losrennen oder in der Kneipe abwarten
  4. Kombiticket prüfen — Viele Clubs bieten ÖPNV-Kombitickets an, die im Eintrittspreis enthalten sind
  5. Anwohner respektieren — Nicht wild in Wohnstraßen parken. Wird abgeschleppt und kostet mehr als das Parkticket

Fazit

Die ehrliche Antwort auf „Wo parke ich am besten?” ist bei den meisten Stadien: Gar nicht direkt am Stadion. P+R-Plätze, ÖPNV-Kombis und ein bisschen Fußweg sind fast immer die bessere Wahl — weniger Stress, weniger Kosten, weniger Stau nach dem Spiel.

Ausnahmen sind ländliche Stadien wie in Hoffenheim, Heidenheim oder der Borussia-Park, wo reichlich Platz vorhanden ist. Überall sonst gilt: Wer clever parkt, genießt den Spieltag mehr.

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